CHRONIK
Norbert Artner
1946 Kammerchor St. Veit
Kammerchor St.Veit/Glan hieß die von Norbert Artner im Jahr 1946 gegründete Singgemeinschaft. Norbert Artner studierte Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, sowie Dirigieren an der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg. Er war Leiter der Musikabteilung des ORF-Landesstudios Kärnten in Klagenfurt, lehrte an der Lehrerbildungsanstalt Klagenfurt und war Direktor des Kärntner Landeskonservatoriums Klagenfurt und Leiter des Kärntner Musikschulwerks Klagenfurt. Dank Artners großer musikalischer und pädagogischer Fähigkeiten erwarb sich der Kammerchor bald Kärnten weit und über die Landesgrenzen hinaus einen beachtlichen Ruf. 1968 startete er mit dem Chor die Tradition der „Gurker Domkonzerte“, wo jährlich große geistliche Werke zur Aufführung kamen.
1971 Kammerchor Norbert Artner
Nach dem frühen Tod des Komponisten im Jahr 1971 nahm der Chor ihm zu Ehren den jetzigen Namen – Kammerchor Norbert an. Als Chorleiter übernahm Werner Gruber bis 1981 den Chor, gefolgt von Sieglind Posch-Dimai (1981–85), Wolfgang Benedikt (1985–90), Klaus Kuchling (1990–95). In diesen Jahren wurde die Tradition der Gurker Domkonzerte fortgeführt, wo unter anderem Werke wie „Messias“ und „Judas Makkabäus“ von G. F. Händel, Haydns „Schöpfung“, Rossinis „Stabat Mater“, Brahms, „Ein deutsches Requiem“, Mozarts „Requiem“ und Mozarts „Missa in c“ aufgeführt wurden.
1995 Herwig Wiener-Püschel wird Chorleiter – bis heute
1995 begann die Chorleiterzeit von Herwig Wiener-Püschel, der von Beginn an bestrebt war, den Chor in neue spannende musikalische Welten zu führen. In den folgenden Jahren, aufbauend auf die Tradition der Gurker Domkonzerte, wurden viele große Sakralwerke zu Gehör gebracht, von welchen einige auch im Rahmen des St. Pauler Kultursommers und der Musikwochen Millstatt aufgeführt wurden.
Chorleiter Herwig Wiener-Püschel
Konzerte mit sakralen Kompositionen
1999 Händel „Messiah“
2001 Bruckner „Te Deum, Verdi „Pezzi Sacri“ (mit dem Lehrerchor Villach und dem Völkermarkter Vokalensemble)
2003 Mendelson „Elias“
2004 Mozart „Requiem“
2005 Händel: „Coronation Anthems“, Vivaldi: „Gloria“ (mit dem Oberstufenchor des BG/BRG Viktring)
2008 G.F.Händel – „Messiah“
2012 W.A.Mozart „Missa c-moll“
2016 Johannespassion von Bach
2018 Matthäuspassion (mit dem Kärntner Madrigalchor Klagenfurt)
2022 „Requiem“ von Mozart
2023 „Israel in Egypt“ von Händel (Mit dem Kärntner Madrigalchor Klagenfurt)
Auch geistliche Kompositionen des 20. Jahrhunderts werden zu Gehör gebracht.
1998 „Dresdner Requiem“ von Rudolf Mauersberger (österreichische Erstaufführung)
2000 Chorzyklus „Der Weg Jesu – Kreuzweg“ von Herwig Wiener-Püschel (Uraufführung)
2002 „Missa Criolla“ von Ariel Ramírez
2010 „Missa in Jazz“ von Peter Schindler (österreichische Uraufführung)
2011 „Carmina Burana“ von Carl Orff (mit dem Polizeichor Kärnten und dem Schulchor des BG/BRG St.Martin Villach)
2013 „Agnus Dei“ von Matthias Schmitt (Marimbaphon und gemischten Chor) österreichische Erstaufführung
2015 „Prayer Wheel“ von Karen Asatrian anlässlich des 100. Jahrestages des Genozids an den Armeniern (Uraufführung)
2019 Misa a Buenos Aires – Misa Tango“ (Martin Palmeri)
Gemischte Chorliteratur
Neben den geistlichen Konzerten widmet sich der Chor der Chorliteratur aus den verschiedensten musikalischen Sparten. Der Bogen spannt sich von der Musik Lateinamerikas bis zu Swing-Pop-Latin, über Volkslieder einst und jetzt aus allen Kontinenten, bis hin zu Spirituals und Jazz. Die folgenden Konzerte sind Beispiele dieser Vielfältigkeit, die zu einem Qualitätsmerkmal des Chores zählt.
1996 „Von Gershwin zu den Beatles“ “
1997 „Don’t worry – be happy“
1998„Vokale Tanzmusik“ mit gesungenen Tanzliedern aus der Renaissance bis in die Moderne
1999 „Con amore“ mit Liebesliedern aus aller Welt
2011 „Were you there“ mit verschiedenen Spirituals (zusammen mit dem Männerquartett Audio Quattro)
2012 „Vox Animae“ auf der Burg Hochosterwitz (mit dem Pianisten Paul Gulda)
2016 „Eine ins Summalond“ mit alten und neuen Kärntnerliedern (u.a. von Erwin Berger)
2018 „SaTIERisches“ mit Liedern über Tiere aus allen Epochen
2024 „A Tribute to Freddie Mercury“ mit Chorversionen der Queen-Hits (zusammen mit dem Schulchor St.Martin)
Für die Sängerinnen und Sänger eröffnet dieses weitgefächerte Chorprogramm die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten musikalischen Genres auseinanderzusetzten und alle Facetten der Chormusik kennenzulernen. Es ist ein erhebendes Gefühl mit großem Orchester, einem 100köpfigen Chor und hervorragenden Solisten auf der großen Bühne zu stehen, aber auch mit Jazzmusikern und Perkussionisten zu modernen Rhythmen zu swingen. Die Vielfältigkeit ist ein besonderes Qualitätsmerkmal des Chores.
Natürlich wird die Chorgemeinschaft immer wieder bei Festen, Weihnachtsfeiern und Chorausflügen gepflegt. Höhepunkte und besonders prägend für die Chorgemeinschaft waren die Reisen in den Elsass, nach Südtirol und nach Siena, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden.







